Bei ADSL sind mehrere Geräte im Spiel, die mit verschiedenen Kabeln verbunden
werden. Derzeit gibt es für Privatleute vor allem T-DSL von der Telekom (was
man aber auch mit anderen Internetprovidern als T-Online nutzen kann). Schrauben
und Kabel bauen ist dabei eigentlich nicht nötig. Eine Anleitung liegt dem
Paket bei. Kurzfassung hier:
- An die TAE-Dose kommt zunächst der Splitter, der zu diesem Zweck ein
eigenes passendes Kabel mitbringt.
- In den Splitter steckt man die bisherige Telefon- oder ISDN-Technik, er
hat dafür eine TAE-Dose. Ausserdem hat er eine RJ-45-Dose, über
die der NTBBA (das ADSL-Modem) angeschlossen wird.
- Der NTBBA hat RJ-45-Buchsen für den Anschluss an den Splitter und für
den Anschluss an den Rechner.
Je nach Paket sind dabei die Kabel für die Verbindung Splitter-NTBBA und
NTBBA-Rechner gleich (CAT3-Netzwerkkabel), das hat aber nur Kostengründe,
denn diese Kabel sind sehr gebräuchlich und daher billig. Möchte man
eigene Kabel benutzen, ist man daran natürlich nicht gebunden.
Die Belegungen:
- Die Buchse für den Anschluss des Kabels TAE-Dose-Splitter ist eine
RJ-11-Buchse mit versetzter Feder. Eine Eigenanfertigung entfällt daher.
- Das Kabel Splitter-NTBBA hat auf beiden Seiten RJ-45-Stecker. Benötigt
werden aber nur 2 Adern, auf 4 liegt ADSL-a, auf 5 ADSL-b. Das Kabel muss
einem Telekom-Kabel entsprechen. Also verdrillt bzw. Sternvierer, wenn man
ein 4adriges Telefonkabel nimmt, kein Flachkabel (das taugt zwar noch für
Telefon und auf kurze Strecken für ISDN, aber nicht mehr für ADSL).
Patchkabel für Ethernet sind zwar eigentlich viel zu gut (sie haben 8
Adern), aber man kann sie nehmen.
- Das Kabel NTBBA-Rechner ist ein normales Patchkabel mit RJ-45 auf beiden
Seiten. Da der NTBBA nur 10BaseT beherrscht, reicht Cat3. Damit man NTBBA
und Rechner direkt verbinden kann, ist der NTBBA wie ein Hub beschaltet (MDI-X).
Möchte man einen Hub benutzen, muss man also entweder dessen Uplink-Port
benutzen oder ein Crossover-Kabel nehmen. Siehe hierzu und zu der Belegung
Kapitel Ethernet.
Benutzung der Klemmen
Die Anleitung im Paket erklärt aber auch ausführlich die Belegung der
Klemmen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es erlaubt ist, diese zu
benutzen (keine Rede von zugelassenen Technikern usw.). Sogar die Demontage der
Telekom-TAE-Dose ist beschrieben. Für alle Verbindungen (ausser der zum Rechner)
sind Klemmen vorhanden. Wer will, kann also die Kabel selbst anfertigen und auch
die TAE-Dose abbauen.
Längen
Das Kabel zum Rechner darf als normales Patchkabel wie üblich 100 Meter lang
sein.
Für die anderen Kabel gibt es leider keine Zahlen, und das hat seinen Grund:
ADSL funktioniert nur auf kurzen Leitungen (Richtwert: 3 km). Da kaum jemand weiss,
wie lang die Leitung bis an die TAE-Dose ist, kann man auch nicht wissen, wie
weit man das verlängern kann. Grössenordnungen um 10-20 Meter sollten
keine Probleme machen. Grundsätzlich sollte man aber eher die maximale Länge
der Leitung zum Rechner ausnutzen (100 Meter), anstatt die vom Splitter zum NTBBA
zu verlängern, denn auf dieser läuft das sensiblere Protokoll (das modulierte
Signal).
Einen Überblick über die Technik von T-DSL gibt es hier, weitere Infos siehe
Links.